Berichte
- Chateauvert 2011
- Hochtour Aug 2011
- Skitourenlager 2011
- Leiterweekend 2011
- Mixed Update 2011
- Eisklettern 2011
- Herbstlager 2010
- Jahresbericht 2010
- Klettertour Okt 2010
- Skitour Mai 2010
- Eiswinter 2009/10
- Jahresbericht 2009
- Jahresbericht 2007
Jahresbericht 2010
Wieder wurde uns nach einem farbigen Herbst ein eiskalter und auch im Jura schneereicher Winter geschenkt. An der Reigoldswiler Wasserfallen konnten einige JO Protagonisten neue Mixedlinien erschliessen. Extremklassiker wie „Geologie der Schweiz M6“, die Erstbegehung des furchterregenden Schreckfalls (Wi 5+, R) unter dem sich gestandene Bergführer aus der welschen Schweiz nicht mal vorbei zu laufen getrauten, und futuristische Projekte wie J2 (M8+ ?) oder die magische Linie von „Stöffs Drama“ (Projekt!) sind Früchte dieses märchenhaften Winters.
Die JO Weihnachtsskitour führt ins Mülibachtal bei Elm und hat doch stattliche 15 Teilnehmer – alte Hasen aber auch Youngsters ziehen ihre weihnachtlichen Schwünge in den zähen Elmer Bruchharsch.
Die Juraskifahrer, unter der Koordination von Berglegende Silbernagel, waren auch aktiv: Die Befahrung vieler Klassiker im Solothurner Jura, wie der Chamben Nordwald oder der kurzen aber steilen Röti Nordwand gelingen – hier hat ein gewaltiger Schneebrettanriss ganz klar gezeigt, dass auch der Jura durchaus Lawinenpotential hat. Das Lawinenbulletin über die Region Jura ist zur Pflichtlektüre der JO Basel geworden – noch vor Franziwörtli und Physikformeln...
Das Leiterweekend 10` in Grindelwald führt am ersten Tag übers Faulhorn durch ein steiles Gully in ein weites fernes Tal, aus dem man erst bei Vollmond in tiefer Nacht wieder über die Grosse Scheidegg zu Lukas` sicherer Unterkunft in Grindelwald findet und geht am zweiten Tag mit einem jäh steilen Eisfall über mehr als 8 Seillängen weiter.
Der langjährige JO Leiter und Raumplaner Michael Steinle alias der Steile Michel, hat JO-ler im tobenden Föhnsturm übers Galmihorn sicher zurück ins Tal geführt. Sein Tessinklettern mit 6 JO-lern, mit romantischer Übernachtung im Rustico mit Birnbaumkästen und Mahagoniinterieur der ahnungslosen Grosstante ist ein voller Erfolg. Das Häuslein ist wieder gebucht für nächstes Jahr, die Grosstante weiss noch immer nix davon...
Der Junge Wirtschaftsstudent Ivo alias „the Powdernose“, hat an Pfingsten unsre JO-lerinnen kompetent durchs Tessin geführt und noch so manche Weisheit an die jungen angehenden Bergsteigerinnen weiter geben können.
Auf der Frauenhochtour mit den alten Häsinnen Noemi und Kristina, konnten sie dann das Gelernte gleich umsetzen: die wilde Tour über den Grat zur Pointe de Moiry hat die Alpinistinnen gefordert und die zwei Dreierseilschaften erreichten sicher den Gipfel. Die Frauenhochtour war derart erfolgreich, dass sie als Tradition in unser Jahresprogramm aufgenommen wird.
Lukas Fahr, der grimmige Grimmselkenner, hat zwei schwere Kletterhochtouren im Grubenkessel und im Meiental geführt. Souverän und mit viel Geduld hat er seine Teilnehmer durch die wilden Steilflanken zum Gipfel und wieder zurückgeführt.
Das Kletterlager mit 22 Personen war sicher ein weiteres Highlight dieses JO Jahres. Mit insgesamt über 1000 gekletterten Seillängen, haben die total 215 Kletterfinger (Florence hat mit nur einer Hand das gleiche geleistet!) so einiges mitgemacht. Die allabendlichen
Festessen der verschiedenen Kochgruppen gingen immer bis tief in die Nacht. Ein ausführlicher Lagerbericht von Dominik und Fotos sind auf unsere Webseite zu finden.
Und jetzt ist das Mittwochsklettern wieder angelaufen – der unermüdliche Felix Weber vom Gempen und Fabio Kuhn leiten es Woche für Woche mit wachsendem Erfolg. Vom Januar bis zum Dezember! Das grosse Interesse an der JO und die vielen gelungenen Aktivitäten sind nicht zuletzt Früchte dieser beiden Herren – ein grosser Dank an dieser Stelle.
Voller Zufriedenheit schliesse ich so den Bericht und freue mich auf die Geschichten die da kommen werden im neuen Winter, im neuen Jahr.
Für das JO Team – Jonas, Ende Oktober 2010