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Mixed Update & Homo Pickelis
Eisbaron Odermatt hat ja einen feinen neuen Führer herausgegeben. Leider einfach kreuzfalsch, was das Topo in Reigoldswil angeht. Er hat nämlich aus Versehen die Routen des Schelmenlochs im falschen Sektor eingezeichnet. Anyway: hier ist jetzt ein topaktuelles und richtiges Topo (mal schauen wie lange es noch aktuell ist...)




Homo Pickelis: neuartige evolutive Kreation von Menschen, welche bewaffnet die kalte und nasse Umgebung suchen. Das Amt für Artenvielfalt & Naturschutz ländlicher Gemeinden (ANalG) der NWCH verzeichnet seit 2009 einen Zuwachs dieser Spezies in den reigoldswiler Wälder, genauer in der Region Schelmenloch. "Beunruhigenden Zuwachs" heisst es in einer neuen Publikation, denn "während diese Spezies (erstmals in den 80er Jahren im Flachland gesichtet, viel früher jedoch in alpinen Regionen ca. seit 19. Jh) früher eine deutliche Affinität zu kalten Tagen zeigte und dem reigoldswiler Wald somit erspart blieb in warmen Tagen, so scheint dieser Verhalt heute abgelegt zu sein und die Spezies kommt deutlich unabhängig der Temperaturen vor." Ob das etwas mit Klimawandel zu tun hat, ist noch ab zu klären. "Es liegt aber auf der Hand" so Beat Krachenbühl (Grüne) vom ANalG (es wurde übrigens schon darüber diskutiert, ob das ANalG sein Kürzel ändern sollte, wegen unsittlicher Parallelen. Der Vorschlag wurde aber an der GV im Oktober 1997 aufgrund Beibehaltung der Tradition verabschiedet). Jedenfalls beobachtet Krachenbühl die Entwicklung mit Besorgnis, denn es sei noch ungewiss, welche Auswirkung Homo Pickelis auf nachhaltige Waldnutzung, Bodenschutz und insbesondere Grundwasserschutz habe. Beobachtungen eines unabhängigen Wissenschaftlers der Universität Basel, sagen aber, dass Homo Pickelis sich eigentlich nur an Eis & Fels aufhalte und weiter keinen bleibenden Schaden in der Natur hinterlasse. Der Wissenschaftler erklärt sich das heute vermehrte Auftreten durch einen Wandel innerhalb der Verhaltensweise von Homo Pickelis. "Er scheint sein Augenmerk vom reinen Eis als Aufenthaltsort auf Fels & Eis bis hin zu reinem Fels gerichtet zu haben" lässt er sich zitieren. Wenn dem so ist, dann ist generell mit einem Zuwachs an Homo Pickelis in der Region zu rechnen, denn anders als Eis gibt es viele Felsen in der NWCH. Entgegen dieser Schlussfolgerung spreche aber ein interner Kodex, wonach längst nicht alle Felsen von Homo Pickelis aufgesucht werden dürfen und an den man sich sehr streng zu halten scheint. Die Reaktion der Bevölkerung ist unterschiedlich. Während beim ANalG Skepsis herrscht, freut sich etwa der reigoldswiler Mohlerbeck, der bei Homo Pickelis beinahe eine religiöse Position einnimmt. Nochmals anders sieht es Hannes Leibrecht (SVP, BL): "Diese ganze Hysterie ist wieder einmal ein durchsichtiger Versuch der Grünen, sich im Vorfeld der Kantonswahlen 2011 Stimmen zu beschaffen indem sie wieder irgendein Umweltproblem aus dem Boden stampfen und es zu lösen versprechen." Man habe schon vor zehn Jahren einen solchen Versuch gestartet als Eptingen zur Homo Pickelis Hochburg erklärt wurde und einen irrsinnigen Naturschutz-Wahn gestartet. Liegt Eptingen doch zu 75% seiner Fläche unter der Autobahnbrücke...
