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Leiterweekend 2011
Schwerelos aber in höllischem Tempo geht es mit der jaguarmässigen Seilbahn bis auf den Hockengrat. Der azurblaue Himmel mit dem Megapanorama ist ein würdiger Auftakt für dieses Leiterweekend 2011.
Schon bei der ersten Rast werden wichtige physikalische Grundsätze zum selber basteln von Eisfällen mittels Obi Baumarkt Schläuchen abgehalten. Die Delegation Wolff/Osswald predigt unaufhörlich von riesigen Höhenunterschieden die es da angeblich bräuchte währendem Physiker Gessler mit dem genial einfach „aushebern“ punktet – zum Schluss kommt eigentlich niemand mehr draus um was es jetzt geht – aber die Salamiwurscht von Weber Severin schmeckt allen gigantisch.
Die Bruchharschabfahrt wird im wahrsten Sinne des Wortes weggebrettert – wer bremst muss heim. Umso besser schmeckt das Feierabendbierchen in der sinkenden Sonne – voll wärmender Sehnsucht leuchtet noch die wilde Nordseite des Lötschentals und weckt die Lust in den jungen Alpinisten auf wilde Touren und noch wilderer Abfahrten!!

So kommt sie denn, die eiskalte Nacht und hüllt es in schwiegen das liebe Faflerhaus. Nur drinnen bei Wärme und Wein geht das leben weiter – Carole zaubert einen Curryreis bei dem selbst Starköchinnen schwach würden.
Der Tag erwacht mit gleissendem Morgenlicht und Osswald begrüsst mich mit den schönen Worten von Kraft und Eleganz: All Morgenstund ganz frisch und neu, des Herren grosse Gnad und Treu... Wie recht er doch hat.
Die Nordseite lockt noch immer mit ihrem mächtigen weissen Busen, doch das böse Winterweib ist noch nicht im Sommerschlaf. Es kracht und dröhnt uns an – die wilden Leetschenigeister – die ruhelosen Seelen des Langgletschers jagen uns Angst ein. Wumm! Schon wieder kracht es. Sie kreischen – ein eiskalter Wind weht uns an – wir kehren um! Wir wollen ja nicht das Tschägättäblüät reizen. Im irren Pulver donnern wir nicht etwa einmal die 500 Höhenmeter runter – nein falsch! Auch nicht zweimal! Eine saubere Trilogie wird gespitzt; weil Nina - auch kamikaze Ninja genannt - nicht mehr zu bremsen ist.
So klingt er denn aus, ein Bergtag wie er schöner nicht sein könnte: bei rotem Wein und einem Abendmahl von Carole im Sonnenlicht vor der Hütte.
Zufrieden fahren sie heim – Willst du des Herren Schöpfung sehn, musst du in die Berge gehen – So Osswald zum Abschlussgruss – ist er nicht ein Poet?
Jonas
