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Überschreitung Fletschhorn (3984m) – Lagginhorn (4010m)
JO-Tour 20./21. August
Zwei tapfere JOler wollten der Unterlandhitze entfliehen und meldeten sich für die JO-Hochtour an. Als bekannt wurde, dass wir die Seilbahn bis fast zur Weissmieshütte benützen werden, lachten mich Ivo und Lukas nur leicht an... Dies hatte jedoch zwei gute Gründe:
1) Wir kamen schneller in kühlere Gefilde
2) Kräfte sparen für den Gipfeltag schadet nicht,
denn am Sonntag gingen die JO-Basel Lichter bereits um 03:15 für die Doppelüberschreitung Fletschhorn-Lagginhorn an. Mit Hochgenuss assen wir das selbst hochtransportierte Müsli mit Sonderpreis-Bündner Bergjoghurt, alles um das Budget des SAC Basel zu schonen!

Dank der professionellen Vorerkundung am Vorabend, inklusive Bau des entscheidenden Steinmannes, findet sich der Weg über den nächtlichen Glätscher problemlos. Mit dem ersten Tageslicht schnallen wir die Steigeisen an. Es breitet sich vor uns ein Gletscherbecken aus, dahinter die Mischabelgruppe und das Weisshorn im kitschig-roten Morgenlicht, das Fletschhorn, umwabert von seidigen Schleiern, über uns. Keine Stunde später stehen wir ganz oben, entleeren unsere Blasen und steigen auch gleich wieder ab.
Der Leckerbissen wartet noch: als zweite Seilschaft nehmen wir den Lagginhorn-Nordostgrat unter die Eisen, perfekte Verhältnisse, warme Temperaturen und fixe Teilnehmer. Der Grat fliegt unter uns vorbei, so fragen wir uns auf dem Gipfel, wo die Schlüsselstelle sich wohl versteckt haben mag.

Auch auf dem Lagginhorngipfel (4010m) bleiben wir nicht lange, das Gedränge und Seildurcheinander zahlreicher Bergsteiger drängt uns zurück ins Tal. Spannend bleibt es jedoch: es zischen uns Steine, ausgelöst durch unvorsichtige Seilschaften über uns, um die Ohren. Die Lagginhorn-Geröllhalde will kein Ende nehmen. Wir sind froh, können wir einen guten Teil des Abstiegs mit der Seilbahn machen. Was bedeutet da wohl das fiese Lachen des Steinbocks Karl, der nur kurz von seiner Futtersuche aufguckt, als wir an ihm vorbeiziehen....